Den Briefträgertraum konnte This nie rea­li­sie­ren. Nach der Schule begann er in einer geschützten Werk­statt zu arbei­ten, und noch heute erzählt er von den «Nägeln»: «Immer nur Nägel, Nägel, Nägel und noch­mals Nägel – Ki­stennägel durch Kar­ton­ron­del­len schla­gen für die Sulzer». Damit wur­den die gros­sen Holz­kis­ten ver­na­gelt, in denen die Firma Sul­zer ihre Maschi­nen und Tur­bi­nen in die ganze Welt ver­schickte. Die Kar­tons ver­ein­fach­ten das Heraus­ziehen der Nägel beim Öffnen der Kis­ten.

Traum2

Noch lie­ber arbei­tet This bei der Essens­aus­gabe am Buf­fet der Mensa
Foto: Marvin Zilm

Oder Kopfhörer des­in­fi­zie­ren für die Swis­sair. Diese Arbei­ten prägten den Arbeit­sall­tag von This; dass es dane­ben noch viele andere Aktivitäten gab, ver­gass er. Während eini­ger Zeit konnte er ab und zu auch Botengän­ge machen, manch­mal sogar die Post auf dem Post­fach abho­len oder Mar­ken kle­ben. Doch dann wurde eine Fran­kiermaschine ange­schafft.
Mehr als ein Jahr lang such­ten wir nach einem neuen Wohn­heim und einer neuen Arbeit. Von 1998 bis 2007 war This während zweier Tage pro Woche in der geschützten Werkstätte des Züriwerks in Bubi­kon beschäftigt. An zwei wei­te­ren Tagen pro Woche arbei­tete er im soge­nannt nor­ma­len, ers­ten Arbeits­markt in der Küche und am Buf­fet der Mensa von «unterstrass.edu», dem pri­va­ten Gymna­sium und Lehr­er­bil­dungs­in­sti­tut in Zürich-Unter­strass.
Was musste er dort machen? «Rüebli schälen, den Kaf­fee machen und ihn ins Leh­rer­zim­mer brin­gen oder am Buf­fet mit dem Küchenchef die Menüs schöpfen», erzählt This stolz. Und nach­her die Tische abput­zen. Dabei erga­ben sich viele Gespräche mit den Stu­den­ten und Studen­tinnen. Und wenn diese ihr Geschirr nicht abtra­gen und die Ord­nung in der Mensa nach­ge­las­sen hatte, dann bat der Direk­tor an der Schul­ver­samm­lung This nach vorne, damit er ein erns­tes Wort an alle Säumigen rich­tete. Und das nützte.

weiter