«Was will ich mehr»
Wie die MICO Präzisionsmechanik GmbH zu ihrem Angestellten
Kari Schmucki kam und wie sie ohne ihn fast nicht mehr denkbar ist.
Die Firma
MICO Präzisionsmechanik GmbH in Kaltbrunn (SG) mit 6 Mitarbeitern.
http://www.mico-gmbh.ch
Das Arbeitsteam
Candidio Corrent, Alessandro Miele, Werner Eichmann, Patrick Eichmann,
Alit Minur, Karl Schmucki.
Ausgezeichnet mit dem
«This-Priis» 2006
MICO ist die Abkürzung für die beiden Nachnamen der Inhaber, Miele und Corrent.
Zu zweit mit einem Fräsund einem Drehcenter standen sie am 1. Mai 1988 in einer
kleinen Produktionshalle in Jona bei Rapperswil und machten sich auf die Suche nach
Aufträgen. Heute beschäftigt die MICO Präzisionsmechanik GmbH fünf Mitarbeiter, ein
alter mechanischer Drehbank befindet sich noch hinten in der Halle, vorne stehen je
drei grosse CNC-gesteuerte Fräsund Drehcenter, die rund um die Uhr laufen. Aus
hochwertigem Stahl stellen sie Bestandteile für den Fahrzeug-, Formenund Maschinenbau
her, zum Beispiel Bestandteile, welche den PET-Flaschen, Zahnbürsten oder CDs die richtige
Form geben. Da ist Präzision gefragt.
Alessandro Miele ist in Italien aufgewachsen, Candidio Corrent im Glarnerland, doch auch er stammt
ursprünglich aus Italien. In ihren blauen Überkleidern sind sie von den andern Mitarbeitern
nicht zu unterscheiden. Und auch Karl Schmucki, der an einer Bohrmaschine arbeitet,
fällt nicht auf. Kari, wie sie ihn alle nennen, arbeitet seit sieben Jahren bei MICO.
Er
ist 53 Jahre alt, und sein kurz geschnittenes Haar ist schon grau. Konzentriert bohrt er ein
kleines Loch in den Stahlzylinder, der am Ende der Produktionskette nur noch halb so viel
Material umfasst und einmal Millionen von PET-Flaschen formen wird. Vorsichtig löst er
die schweren Zylinder nach dem Bohren aus der Lehre, doch dann wirft er sie in die Kiste mit
den bearbeiteten Werkstücken. «Vorsicht, nicht werfen», mahnt Corrent und
denkt an die Spritzformen. «Den Zylindern tut es nicht weh», antwortet Kari,
«doch den Füssen, wenn etwas hinunterfällt.» Und dann schaut er auf
seine Füsse, danach betrachtet er alle seine Finger: «Man muss unheimlich vorsichtig
sein», sagt er und betont jedes Wort.
Wie ist Kari zu MICO gekommen? Er arbeitete viele Jahre in der geschützten Werkstätte
der Stiftung Balm für Menschen mit einer geistigen Behinderung in Jona und brachte einmal
verschiedene Werkstücke zum Flachschleifen zu MICO. Die Firma für Präzisionsmechanik
lag unmittelbar neben der Werkstätte, «und so begann er nach seinem Arbeitsschluss noch
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