«Warum sollte ich es nicht machen?»

Wie die Gärtnereibetriebe Waffenschmidt vier Handikapierte in ihren Betrieb integrieren und warum das einfach dazugehört.

Die Firma

Gärtnereibetriebe Waffenschmidt, Russikon (ZH) 30 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
www.waffenschmidt.ch


Ausgezeichnet mit dem «This-Priis» 2008


Als Margrit und Helmut Waffenschmidt ihren Betrieb noch vor der Hochzeit 1980 neu or­ganisierten, blieb kein Stein auf dem anderen. Aus der kleinen Gärtnerei, die sie geerbt hat-ten, entstanden drei Betriebszweige: Ein mo­dernes Gartencenter auf einem 5000 Qua­dratmeter grossen Areal mit Blumenladen, Palmen­und Staudengarten, einer Sommer­flor-Abteilung und einem umfassenden An­gebot für Hobby-Gärtner; als zweiter Betriebs­teil wurde der Engros-Produktionsbetrieb in
Pfäffikon (ZH) mit grossen Treibhäusern er­stellt und als dritter Teil eine Gartenbauabteil­ung für die Planung und Gestaltung von neu­en und alten Gartenanlagen aufgebaut. Dafür brauchten sie einen grossen Kredit, den sie von der Bank auch umgehend bekamen. Das war Ende 1979. «Topfeben sollte alles werden, mit idealen Betriebsabläufen, wo möglich ohne Stufen, mit elektrischen Schiebetüren», er­zählt Helmut Waffenschmidt.

Was war die Motivation von Margrit und Helmut Waffenschmidt, sich während der Neu­gestaltung ihres Betriebs zusätzlich mit der In­tegration einer handikapierten Frau zu be­schäftigen? «Irgendwie lag es auf der Hand», sagen sie, «nachdem alles topfeben eingerich­tet war.» Zudem stand das Jahr der Behinder­ten kurz bevor, das die Uno für 1981 ausge­rufen hatte. Alles war rollstuhlgängig, und da­her schufen sie einen Arbeitsplatz für eine Pa­raplegikerin. Das Paraplegikerzentrum, damals noch in Basel, habe sie und ihren Architekten in allen Bereichen bestens beraten. Die dazu­gehörige Stiftung habe unbürokratisch und schnell bei der Finanzierung Hand geboten, ...weiter