Gelebte Nachhaltigkeit


Die Integration schafft eine Gewissheit bei allen Mitarbeitenden, dass auch sie im Fall der Fälle nicht fallengelassen werden.

Die Firma

Ernst Schweizer AG, Hedingen
531 MitarbeiterInnen

www.schweizer-metallbau.ch



Ausgezeichnet mit dem «This-Priis» 2010


Zejdi Musliji leert auf dem Fabrikgelände die Abfallkörbe. Mit einem langen Greifer fischt er Abfälle heraus, und wenn er eine Orangen­schale nicht zu fassen bekommt, nimmt er seine grossen Hände zu Hilfe. Musliji ist 26 Jahre alt. Seit 2006 arbeitet der Kosovare im Technischen Dienst der Ernst Schweizer AG in Hedingen. In der Stiftung Solvita hat er eine IV-Anlehre ge­macht, doch Couverts einpacken war nicht sein Ding. Am liebsten arbeitet er draus­sen, bei den drei grossen Entsorgungs­Containern für Papier, Kehricht und Metall.
500 Tonnen Metallabfälle entsorgt der Me­tallbaubetrieb pro Jahr, Abfälle von der Pro­duktion und Altmetalle, die von den Bau­stellen zurückkommen. Zum Beispiel alte Briefkästen, bei denen Musliji die Plastik­teile entfernt und kontrolliert, ob nicht noch Papiere im Briefeinwurf stecken. Für diese Arbeit erhält er etwa 40 Prozent von einem marktüblichen Lohn. Den Rest, den er zum Leben braucht, bekommt er von der IV.1974 baute die Metallbaufirma die ersten Briefkästen, nach den Entwürfen von An­dreas Christen. Heute kommt jeder dritte Briefkasten in der Schweiz von der Ernst Schweizer AG in Hedingen. Die 1920 ge­gründete Firma ist neben Briefkästen auf den Bau von Fassaden spezialisiert, etwa für den neuen Bahnhof Aarau, auf Fenster und Türen sowie auf Sonnenkollektoren. 1978 baute das unabhängige Familienun­ternehmen die ersten Sonnenkollektoren, heute ist der Bereich Sonnenenergie der grösste Umsatz­träger. Die Solaranlagen werden zum grossen Teil exportiert.

Nachhaltigkeit ist seit über 30 Jahren der zentrale Begriff im Leitbild der Firma. ...weiter