Die 1920 ge­gründete Firma ist neben Briefkästen auf den Bau von Fassa­den spe­zia­li­siert, etwa für den neuen Bahn­hof Aarau, auf Fens­ter und Türen sowie auf Son­nen­kol­lek­to­ren. 1978 baute das unabhängige Familienun­ternehmen die ers­ten Son­nen­kol­lek­to­ren, heute ist der Bereich Son­nen­ener­gie der grösste Umsatz­träger. Die Solar­an­la­gen wer­den zum gros­sen Teil expor­tiert.

Nach­hal­tig­keit ist seit über 30 Jah­ren der zen­trale Begriff im Leit­bild der Firma. «Nach­haltigkeit in einem brei­ten Sinn», be­tont Mar­kus Vil­li­ger, Bereichs­leiter Per­sonal und Organi­sation. Neben der Ökologischen Ver­pflich­tung gibt es für die Geschäftslei­tung auch eine soziale Ver­ant­wor­tung: «Wir sehen unsere Mit­arbeiter­innen und Mitar­beiter mit all ihren Freu­den, Ängsten und Han­di­kaps als Men­schen, nicht nur als Ar­beitskräfte», so Vil­liger.

Neben Mus­liji beschäftigt die Ernst Schwei­zer AG noch wei­tere Mit­ar­bei­ter mit körper­lichen oder psy­chi­schen Han­di­kaps, in der Kon­struk­ti­ons­ab­tei­lung, im inter­nen Ver­kauf oder im Bereich Mon­tage. Das Familienun­ternehmen mit mehr als 500 Mit­ar­bei­ten­den bie­tet zudem immer wie­der Praktikumsplät­ze und Lehr­stel­len für Han­di­ka­pierte an. Ein gehörloser Metall­bau­zeich­ner bil­dete sich nach sei­ner Lehre zum Inge­nieur wei­ter, und in unzähligen Prak­tika konn­ten jun­ge Leute mit einer Behin­de­rung erste Ar­beitserfahrungen sam­meln. Manch­mal waren die Inte­grations­ver­suche erfolg­reich, manch­mal muss­ten sie jedoch

nach weni­gen Tagen abge­bro­chen wer­den. Entschei­dend ist die Bereit­schaft der Führungskräf­te, sich auf alle möglichen Qualitäten und Pro­bleme ein­zu­las­sen. Das wider­spie­gelt sich auch in den 48 Lehr­stellen, die das Unter­neh­men im Jahr 2010 anbie­tet.

«In Fran­ken lässt sich unser Enga­ge­ment nicht rechnen», so Mar­kus Vil­li­ger. «Doch glau­ben wir, dass sich das in Bezug auf die Moti­vation des Per­so­nals aus­wirkt.» Er wol­le den Mit­ar­bei­ten­den die Gewiss­heit ge­ben, dass sie nicht fal­len gelas­sen würden, wenn ihnen ein­mal etwas zu­stiesse. Und er sei stolz, dass das Unter­nehmen als soziale Firma wahr­ge­nom­men werde.

Leo Basch­na­gel, der den tech­ni­schen Dienst lei­tet, bei dem Mus­liji zu 100 Pro­zent arbei­tet, und Mario Grond, der Haus­wart, sind sich einig, dass die­ses Engage­ment der Firma etwas bringt. Und das Geheim­nis der erfolg­rei­chen Zu­sammen­arbeit mit Zejdi Mus­liji?

Baschna­gels Ant­wort ist klipp und klar: «Nur einen Auf­trag aufs Mal geben!»

Mar­tin Wid­mer, im Januar 2010