First1

Den Aus­druck Pati­ent gibt es bei Notz-Pro­duk­tio­nen aller­dings nicht mehr, alle sind Ange­stellte mit unter­schied­li­chen Pen­sen, von einem Tag pro Woche bis zu Voll­zeit. Die meis­ten haben eine IV-Rente und würden auch ohne den Ver­dienst von zwei bis fünf Fran­ken pro Stunde finan­zi­ell überleben. Doch das Arbei­ten inner­halb der Räume des inter­na­tio­nal tätigen Cate­ring-Unter­neh­mens bringt mehr: «Wenn ich hier arbeite, komme ich mir ganz nor­mal vor», sagt der 36-jährige Nauer.

Und Ester Wind­ler, Mut­ter von zwei erwach­se­nen Kin­dern und seit 22 Jah­ren ver­hei­ra­tet, sagt kurz und bündig: «Es ist schön, wenn man etwas zu tun hat und akzep­tiert wird.» Das Modell vom «Shop in Shop», das Ober­hol­zer und Notz ent­wor­fen und rea­li­siert haben, ist beste­chend und könnte weg­wei­send für die Inte­gra­tion Han­di­ka­pier­ter in den Arbeit­sall­tag sein. 1.7 Mil­lio­nen Besteck­sets packte die Notz-Pro­duk­tio­nen im let­zen Jahr ein, ein Arbeits­vo­lu­men, das 36 psy­chisch Han­di­ka­pier­ten genug Arbeit gibt und trotz­dem ein ange­pass­tes Arbeit­stempo und diverse Anstel­lungs­for­men ermöglicht.

weiter