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First Catering Produktion AG / Notz-Produktionen, Bassersdorf (ZH)Shop in ShopWie die First Catering Produktion AG modellhaft die 36 Handikapierten der Firma Notz-Produktionen in ihrem Betrieb integriert.Was motiviert Markus Oberholzer, psychisch Handikapierte in seinen Betrieb mit 160 weiteren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu integrieren? «Es ist meine eigene Firma und da kann ich so etwas einfach machen», erzählt Oberholzer im kargen Chefbüro der First Catering Produktion AG in Bassersdorf. Die Firma ist erst zehn Jahre alt, beliefert diverse internationale und nationale Fluggesellschaften. Angefangen hat Oberholzer als Nischen-Caterer im Low-Cost-Bereich. «Die Kosten waren am Anfang auch ein Faktor», legt Oberholzer offen. In der geschützten Werkstatt der psychiatrischen Klinik Hard fand er einen günstigen Auftragnehmer für das Einpacken der Bestecksets. Ein Lastwagen mit dem gewaschenen Besteck fuhr täglich von Bassersdorf nach Embrach und kam mit den fertig verpackten Sets zurück. Im Verlauf von vier Jahren wuchs das Auftragsvolumen so stark, dass jede Woche tonnenweise Besteck hinund hertransportiert werden musste, ein «ökonomischer und ökologischer Unsinn», so Oberholzer. «Warum nicht alle 36 Handikapierte der geschützten Werkstatt innerhalb des eigenen Betriebs arbeiten lassen?», war die logische Frage. Unterdessen betreibt Hans-Jörg Notz, Psychiatriepfleger und gelernter Bierbrauer, einen «Shop in Shop». Er hat die Notz-Produktionen gegründet, die innerhalb der Räume der First Catering arbeitet. Oberholzer ist sein erster und einziger Kunde, dieser wiederum lässt alles Besteck nur von Notz-Produktionen einpacken. In einem Teil der grossen Produktionshalle stehen auf den Tischen Stapel von Besteckschachteln und dahinter Mitarbeiter in weissen Arbeitsmänteln und mit Haarnetzen. Sie sortieren die gewaschenen Bestecke der verschiedenen Fluggesellschaften. An einem Förderband tragen andere die Bestandteile der Bestecksets zusammen, automatisch werden diese dann eingeschweisst. Den Ausdruck Patient gibt es bei Notz-Produktionen nicht mehr, alle sind Angestellte mit unterschiedlichen Pensen, von einem Tag pro Woche bis zu Vollzeit. Die meisten haben eine IV-Rente und würden auch ohne den Verdienst von zwei bis fünf Franken pro Stunde finanziell überleben. Doch das Arbeiten innerhalb der Räume des international tätigen Catering-Unternehmens bringt mehr: «Wenn ich hier arbeite, komme ich mir ganz normal vor», sagt der 36-jährige Nauer. |