Mico2

Wo sind die Gren­zen der Inte­gra­tion im täglichen Betrieb? «Kari weiss, was er kann und was nicht», so Miele. «Und er hat unter­schied­li­che Tages­for­men, wie wir alle.» Gibt es Momente, die mensch­lich schwie­rig zu meis­tern sind und mit sei­ner Behin­de­rung zu tun haben? «Mit gesun­dem Men­schen­ver­stand lässt sich das meis­tens lösen», ant­wor­tet Cor­rent. «Und wer Kin­der hat, kennt vie­les und muss da nicht lang überlegen.»

Kari wohnt in einer betreu­ten Wohn­gruppe in Schänis. Einen Teil der Wochen­enden und Fei­er­tage ver­bringt er zu Hause bei den bei­den Chefs. «Kari gehört zur Familie», sagen sie kurz und bündig. Sie haben ihn auch bei der «Sektion Tödi» des Schwei­ze­ri­schen Alpen­clubs angemel­det. Und so ist er mon­tags manch­mal mit der Senio­ren­gruppe unter­wegs. Er liebt die Berge und kann im Hof der Firma «juchzen» wie ein Berg­ler.

Mar­tin Wid­mer, im Januar 2006