Gärtnereibetriebe Waffenschmidt, Russikon

«Warum sollte ich es nicht machen?»

Wie die Gärtnereibetriebe Waffenschmidt vier Handikapierte in ihren Betrieb integrieren und warum das einfach dazugehört.

Als Mar­grit und Hel­mut Waf­fen­schmidt ihren Betrieb noch vor der Hoch­zeit 1980 neu or­ganisierten, blieb kein Stein auf dem ande­ren. Aus der klei­nen Gärtnerei, die sie geerbt hat-ten, ent­stan­den drei Betriebs­zweige: Ein mo­dernes Gar­tencen­ter auf einem 5000 Qua­dratmeter gros­sen Areal mit Blu­men­la­den, Palmen­und Stau­den­gar­ten, einer Sommer­flor-Abtei­lung und einem umfas­sen­den An­gebot für Hobby-Gärtner; als zwei­ter Betriebs­teil wurde der Engros-Pro­duk­ti­ons­be­trieb in Pfäffikon (ZH) mit gros­sen Treibhäusern er­stellt und als drit­ter Teil eine Gartenbauabteil­ung für die Pla­nung und Gestal­tung von neu­en und alten Gar­ten­an­la­gen auf­ge­baut. Dafür brauch­ten sie einen gros­sen Kre­dit, den sie von der Bank auch umge­hend beka­men. Das war Ende 1979. «Topfeben sollte alles wer­den, mit idea­len Betriebsabläufen, wo möglich ohne Stu­fen, mit elek­tri­schen Schiebetüren», er­zählt Hel­mut Waf­fen­schmidt.

Was war die Moti­va­tion von Mar­grit und Hel­mut Waf­fen­schmidt, sich während der Neu­gestaltung ihres Betriebs zusätzlich mit der In­tegration einer han­di­ka­pier­ten Frau zu be­schäftigen? «Irgendwie lag es auf der Hand», sagen sie, «nachdem alles top­fe­ben eingerich­tet war.» Zudem stand das Jahr der Behinder­ten kurz bevor, das die Uno für 1981 ausge­rufen hatte. Alles war rollstuhlgängig, und da­her schu­fen sie einen Arbeits­platz für eine Pa­raplegikerin.

Ausgezeichnet mit dem This-Priis 2008

Waffenschmidt

www.waffenschmidt.ch

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