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Die Gren­zen zwi­schen den bei­den Shops fal­len bei einem Besuch nicht auf und sie sind tatsächlich auch flies­send: Wenn die First Cate­ring in der Wäscherei, in der Kan­tine oder im Lager kurz­fris­tig zu wenig Per­so­nal hat, rekru­tiert sie diese zuerst «in house», bei Notz-Pro­duk­tio­nen. Was deren Mit­ar­bei­te­rin­nen ermöglicht, Erfah­run­gen in ande­ren Arbeits­ge­bie­ten zu sam­meln, mit ande­ren Mit­ar­bei­tern zusam­men­zu­ar­bei­ten und sich an ein ande­res Tempo zu gewöhnen. Und in der Kan­tine mischen sich die Ange­stell­ten der bei­den Fir­men sowieso. «Ich gehe auf alle Leute zu, han­di­ka­piert oder nicht», sagt Anto­nia Mar­quez, die seit Jah­ren bei First Cate­ring arbei­tet, «ich spre­che ein­fach mit allen, das ist viel­leicht mein spa­ni­sches Tem­pe­ra­ment.» Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter aus 16 Natio­nen arbei­ten bei First Cate­ring unter einem Dach, da müssen alle mit allen zusam­men­ar­bei­ten. Heute könnte Ober­hol­zer die Mil­lio­nen von Löffeln, Gabeln und Mes­ser mit sei­nen eige­nen Leu­ten von First Cate­ring günstiger ein­pa­cken. » Was moti­viert ihn letzt­lich, die­ses Modell der Inte­gra­tion Han­di­ka­pier­ter ins Arbeits­le­ben weiterzuführen? «Ich will ein Zei­chen setzen», sagt der Unter­neh­mer.

Mar­tin Wid­mer, im Januar 2006